Kybernetik

Kybernetik ist die Wissenschaft von Steuerung, Regelung und Kommunikation in technischen, biologischen und sozialen Systemen. Sie untersucht, wie Systeme Informationen verarbeiten, auf Veränderungen reagieren und durch Rückkopplung stabil oder zielgerichtet gehalten werden. Ein Thermostat ist ein einfaches Beispiel: Er misst die Temperatur und passt die Heizung entsprechend an. Die Kybernetik verbindet unter anderem Informatik, Ingenieurwissenschaften, Biologie und Systemtheorie.

Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort kybernétes (Steuermann) ab und wurde 1948 von dem Mathematiker Norbert Wiener geprägt. [1, 2]
Grundprinzipien
  • Der Regelkreis (Feedback): Ein System empfängt Informationen aus seiner Umwelt (Input), verarbeitet diese und passt sein Verhalten entsprechend an (Output/Rückkopplung). [1]
  • Analogie zwischen Mensch und Maschine: Die Kybernetik untersucht, ob biologische und technische Systeme ähnlichen Funktionsweisen folgen – etwa wie ein Mensch über Sinnesorgane reagiert oder wie ein Thermostat die Raumtemperatur reguliert. [1, 2]
  • Ordnungen der Kybernetik: Während die Kybernetik 1. Ordnung die Steuerung äußerer, beobachteter Systeme untersucht (wie technische Regelkreise), befasst sich die Kybernetik 2. Ordnung mit beobachtenden Systemen selbst und der Selbstreflexion (wichtig z. B. in der systemischen Therapie). [1]