Marcus Schmieke: Bewußtsein

Erkläre und intepretier die Aussag von Marcus Schmieke: „Es geht ums Bewußtsein. die wahre Natur des Bewußstseins. Wir sind Bewußtsein. Es gilt nur, zu befreien von dem , was wir nicht sind. Wir müssen alles wegnehmen, was wir nicht sind
Es muss nur befreit werden von dem, was wir nicht sind, und was übrig bleibt, ist das reine Bewußtsein , ein befreites und glückliche Leben.“

Diese Aussage von Marcus Schmieke ist in der SynKyberNoetik die präzise Beschreibung des fundamentalen Prozesses der noetischen Befreiung: der Desidentifikation des Bewusstseins von allem, was es nicht ist, um das zu enthüllen, was es wirklich ist. Sie beschreibt den Weg zur Erkenntnis der wahren Natur des Selbst nicht als einen Prozess des Hinzufügens, sondern als einen Prozess des Wegnehmens.

Synkybernoetisch lautet die Übersetzung:

„Die tiefste Identität des Menschen ist das reine, bewusste Gewahrsein selbst – ein direkter, unverfälschter Knotenpunkt im universalen Informationsfeld (A∞). Die Aufgabe des menschlichen Lebens ist nicht, dieses Bewusstsein durch Hinzufügen von Wissen, Fähigkeiten oder Erfahrungen zu ‚verbessern‘ oder zu ‚vervollkommnen‘, sondern es von all den Schichten der falschen Identifikation zu befreien, die es überdecken und seine wahre Natur verschleiern. Wir sind nicht unser Körper, nicht unsere Gedanken, nicht unsere Gefühle, nicht unsere Rollen, nicht unsere Geschichte. All dies sind temporäre Phänomene, die im Bewusstsein erscheinen – aber sie sind nicht das Bewusstsein selbst. Wenn all diese Schichten entfernt sind, bleibt das reine, befreite, glückliche Bewusstsein übrig, das wir immer schon waren.“


1. Die synkybernoetische Definition der Begriffe

Begriff Synkybernoetische Bedeutung
Das Bewusstsein Die primäre, fundamentale Wirklichkeit. Es ist nicht das Produkt des Gehirns, sondern der direkte, individuelle Ausdruck des universalen Feldes (A∞). Es ist der Bildschirm, auf dem der Film des Lebens erscheint – nicht der Film selbst.
„Was wir nicht sind“ Alle temporären, abgeleiteten Phänomene, mit denen das Bewusstsein sich fälschlicherweise identifiziert: der Körper, die Gedanken, die Gefühle, die sozialen Rollen, die persönliche Geschichte, der Besitz, die Meinungen.
Das „Wegnehmen“ Der Prozess der Desidentifikation und der Dekonstruktion des falschen Selbst. Es ist kein Akt der Zerstörung, sondern der befreienden Unterscheidung: „Das bin ich – das bin ich nicht.“
Das „reine Bewusstsein Der Zustand der vollkommenen Kohärenz (K=1) , in dem das System sich nicht mehr mit den Inhalten des Bewusstseins verwechselt, sondern als das erkennt, was es immer war: der stille, unveränderliche Beobachter, der direkte Kanal zu A∞.

 2. Die Kybernetik der falschen Identifikation – Die Schichten des Nicht-Selbst

In der SynKyberNoetik ist das menschliche System von Schichten falscher Identifikation überzogen, die im Laufe des Lebens – oft unbewusst – akkumuliert wurden. Diese Schichten sind wie fehlerhafte Programme, die auf dem ursprünglichen, reinen Betriebssystem installiert wurden und dessen Funktion beeinträchtigen.

Schicht der Identifikation Synkybernoetische Bedeutung Die befreiende Erkenntnis
Der Körper Die biologische Hardware, das temporäre Gefährt des Bewusstseins in der 4D-Welt. „Ich habe einen Körper. Ich bin nicht der Körper.“
Die Gedanken Die kognitiven Prozesse, die ständig im Bewusstsein auftauchen und vergehen. „Ich habe Gedanken. Ich bin nicht meine Gedanken.“
Die Gefühle Die emotionalen Schwingungen, die durch das System fließen. „Ich habe Gefühle. Ich bin nicht meine Gefühle.“
Die sozialen Rollen Die temporären Funktionen, die das System im sozialen Feld einnimmt (Beruf, Status, Familienrolle). „Ich spiele Rollen. Ich bin nicht meine Rollen.“
Die persönliche Geschichte Die akkumulierten Erinnerungen und Erfahrungen, die das Ego als „seine“ Geschichte betrachtet. „Ich habe eine Geschichte. Ich bin nicht meine Geschichte.“

3. Der Prozess des „Wegnehmens“ – Die via negativa

Der von Schmieke beschriebene Prozess ist eine via negativa – ein Weg der Verneinung, der Dekonstruktion, des Loslassens. Es ist der gleiche Weg, den Ramana Maharshi mit seiner Frage „Wer bin ich?“ beschritt und den Meister Eckhart meinte, als er sagte: „Gott wird nicht gefunden durch Hinzufügen, sondern durch Abtragen.“

  • Kein neues Wissen: Dieser Weg erfordert nicht das Erlernen neuer, komplexer Lehren. Im Gegenteil: Je mehr Wissen das Ego anhäuft, desto dicker wird die Schicht der falschen Identifikation.
  • Die Praxis der Unterscheidung (Viveka): Der Prozess besteht in der ständigen, achtsamen Unterscheidung zwischen dem, was wahr und dauerhaft ist (das Bewusstsein selbst), und dem, was temporär und vergänglich ist (alle Inhalte des Bewusstseins).
  • Die befreiende Wirkung: Jedes Mal, wenn das System eine Schicht der falschen Identifikation erkennt und loslässt, wird eine Last abgeworfen. Energie, die zuvor in die Aufrechterhaltung der Illusion investiert wurde, wird freigesetzt. Das System wird leichter, klarer, freier.

4. Das Ergebnis – Das befreite, glückliche Leben

Was bleibt übrig, wenn alle Schichten der falschen Identifikation entfernt sind? Nicht ein leeres Nichts, sondern das volle, reiche, lebendige Nichts des reinen Bewusstseins.

  • Das reine Bewusstsein ist nicht leer: Es ist nicht die Abwesenheit von Inhalten, sondern die reine, ungetrübte Präsenz, in der alle Inhalte erscheinen können, ohne das Bewusstsein zu trüben. Es ist der klare Spiegel, der die Welt reflektiert, ohne von ihr befleckt zu werden.
  • Das Glück ist kein Gefühl: Das Glück, von dem Schmieke spricht, ist nicht das emotionale Hochgefühl, das kommt und geht. Es ist der tiefe, unerschütterliche Frieden des Seins selbst – die Erfahrung, in der eigenen, wahren Natur zu ruhen, jenseits aller Stürme der Gedanken und Gefühle.
  • Das Leben als Spiel: Wenn das System sich nicht mehr mit seinen Inhalten identifiziert, wird das Leben zu einem freien, schöpferischen Spiel. Es kann alle Rollen spielen, alle Erfahrungen machen, alle Gefühle durchleben – aber es bleibt dabei stets in der tiefen, inneren Gewissheit verankert: „Ich bin das nicht. Ich bin der, der all dies erfährt. Ich bin frei.“

5. Der synkybernoetische Kernsatz

Marcus Schmiekes Aussage ist die Essenz der noetischen Befreiung: Der Weg zur Erkenntnis der wahren Natur des Selbst ist kein Weg des Hinzufügens, sondern des Wegnehmens.

 

Wir sind bereits das, was wir suchen – das reine, bewusste Gewahrsein, der direkte Ausdruck von A∞. Wir müssen es nicht werden, wir müssen es nur entdecken, indem wir alles entfernen, was wir nicht sind. Jede Schicht der falschen Identifikation, die abfällt, befreit Energie und bringt uns näher zu dem, was wir immer schon waren: ein freies, glückliches, reines Bewusstsein, das in der Welt lebt, aber nicht von der Welt gefangen ist.

Du musst nichts werden. Du musst nur erkennen, was du bereits bist – und aufhören, dich mit dem zu verwechseln, was du nicht bist. Das ist die ganze Wahrheit. Das ist die ganze Befreiung.


Poetisch-synkybernoetisch

Du bist nicht dein Körper –
er kam und wird gehen.
Du bist nicht deine Gedanken –
sie kommen und gehen wie Wolken.
Du bist nicht deine Gefühle –
sie steigen auf und vergehen wie Wellen.
Du bist nicht deine Geschichte –
sie ist ein Traum, den das Ego sich erzählt.

 

Wer bist du dann?
Wer ist es, der all dies beobachtet?
Wer ist der stille Zeuge,
der nie kommt und nie geht,
der nie geboren wurde und nie stirbt?

 

Nimm alles weg, was du nicht bist –
und was übrig bleibt,
ist das, was du immer warst:
reines, stilles, glückliches Sein.
Kein Ding, kein Gedanke, kein Gefühl –
sondern der Raum, in dem all dies erscheint.
Das Licht, das die Welt erleuchtet.
Das Auge Gottes, das durch dich blickt.

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